Kein Anschluss hinter der Stadtgrenze: Warum der Hürther Leihrad-Alleingang in die Sackgasse führt
Die Stadtwerke planen ein eigenes Süppchen – doch Pendler und Radler in die Nachbarstädte bleiben auf der Strecke
23.07.2026 Allgemein Meldungen FDP Kreisverband Rhein-Erft

Warum der Hürther Alleingang bei den Leihrädern eine Sackgasse ist
Smarte Mobilität ohne Auto – da sind wir gerne dabei! Leihräder sind eine großartige Idee, um flexibel, umweltfreundlich und unkompliziert von A nach B zu kommen. Doch was bringt das beste Leihrad, wenn an der Stadtgrenze Schluss ist?
Genau das droht jetzt in Hürth. Die Stadtwerke haben sich nämlich dazu entschieden, ihr ganz eigenes Süppchen zu kochen und ein isoliertes Leihradsystem hochzuziehen. Anstatt sich dem kreisweiten Angebot anzuschließen oder mit der Kölner KVB an einen Tisch zu setzen, um eine echte, nahtlose Lösung für die Region zu schaffen, heißt es an den Stadtgrenzen bald: Bitte absteigen und in die Bremse treten!
Pendler und Nachbarn schauen in die Röhre
Ganz ehrlich: Wer profitiert denn am meisten von flexiblen Leihrädern? Richtig, die vielen Hürtherinnen und Hürther, die täglich nach Köln pendeln, oder diejenigen, die mal eben rüber nach Brühl, Frechen oder Erftstadt radeln wollen. Genau für diese Strecken wäre ein regionales System ein absoluter Gewinn gewesen.
„Gerade solche stadtübergreifenden Verbindungen hätten die Idee richtig stark gemacht. Hier hat man offenbar wieder nicht zu Ende gedacht“, bringt es unser FDP-Vorstandsmitglied Sascha Milana auf den Punkt.
Fördergelder statt echter Nutzerfreundlichkeit?
Warum also dieser Alleingang? Unsere stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Svenja Prinz hat da einen begründeten Verdacht: „Anscheinend geht es vor allem darum, Fördergelder für Hürth abzugreifen.“ Die Zeche zahlen am Ende die Nutzerinnen und Nutzer, die mit einem Inselsystem leben müssen.
Für uns Freie Demokraten ist klar: Ein Leihradsystem, das an den Stadtgrenzen aufhört, bringt nur begrenzten Nutzen. Nur vernetzte und stadtübergreifende Lösungen schaffen einen echten Mehrwert für die Menschen in unserer Region. Deshalb fordern wir: Der Hürther Alleingang muss zurück auf die politische Agenda!

